Jahresbesprechung der Ehrenabteilung

Zu der diesjährigen Jahresbesprechung der Ehrenabteilung des Kreis-Feuerwehrverbandes Höxter e.V. hatte der Vorstand den Notfallseelsorger Pater Thomas Wunram zu einem Referat über die Notfallseelsorge im Kreis Höxter geladen. Seit dem 8. März 2000 besteht im Kreis Höxter die Notfall- und Feuerwehrseelsorge. Die Notfallseelsorge ist entstanden auf Veranlassung der Feuerwehren des Kreises Höxter. Und der damalige Landrat Hubertus Backhaus war von der Notwendigkeit überzeugt. Hubertus Backhaus: „Sie ist integriert in die Struktur der Feuerwehr und ergänzt bei extremen Belastungen die Rettungskette durch psychosoziale Betreuung von Opfern und Einsatzkräften.“ Die Notfallseelsorge hilft sowohl den Opfern als auch den Einsatzkräften. Dieser Sonderbereich in der Notfallseelsorge ist die Feuerwehrseelsorge. Hier geht es um Ausbildung, Begleitung und Betreuung der Einsatzkräfte selbst. In seinem Fachreferat bei der Jahresbesprechung der Ehrenabteilung des Kreis-Feuerwehrverbandes kam Notfall- und Feuerwehrseelsorger Pater Thomas Wunram noch einmal auf die Anfänge der Feuerwehr-Notfallseelsorge im Kreis Höxter zurück. Der größte Teil der anwesenden Ehren-Stadtbrandmeister war zur Zeit der Gründung noch aktiv tätig. Pater Wunram konnte sich noch gut an die Anfänge der Notfallseelsorge erinnern. Der Kreis Höxter war Vorreiter in Sachen Notfallseelsorge und die Ausbildung gestaltete sich damals schwierig. Weite Anfahrten zu den Seminaren für die Ausbildung waren notwendig, bis dass in dem Institut der Feuerwehren NRW in Münster Fortbildungsseminare angeboten wurden. Der Kreis Höxter hat eine relativ kleine Gruppe von Notfallseelsorgern, die aber alle ehrenamtlich tätig sind. Vier von den Gründungsmitgliedern sind noch heute tätig. Eines der Probleme ist, dass auch die Notfallseelsorger 24 Stunden am Tag und das 365 Tage im Jahr erreichbar sein müssen. Ein Einsatz kann sich aber über mehrere Tage hinziehen und bindet damit den Notfallseelsorger, der dann nicht für einen weiteren Einsatz zur Verfügung steht. Eine der wichtigsten Aufgabe aber ist die Aufarbeitung schwieriger Einsätze bei den Feuerwehr-Einsatzkräften. Hierzu wurde innerhalb der Notfallseelsorge ein PSU-Team (Psychosoziale Unterstützung) gegründet. Hierbei sei der Kreis Höxter im Vorteil, da die Seelsorger bekannt sind und die Hilfskräfte diese persönlich kennen was ein bedeutender Faktor bei der Aufarbeitung schwieriger Einsätze sein kann. Neben Pater Thomas Wunram begrüßte Josef Föckel von der Kreisverwaltung Höxter Jürgen Ditter und Matthias Kämpfer, sowie den Kreisbrandmeister Rudolf Lüke und den ehemaligen langjährigen Kreisdirektor Franz Josef Höing. Auch konnte er fast alle Mitglieder der Ehrenabteilung in der Kreisfeuerwehrzentrale begrüßen. Jürgen Ditter, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz beim Kreis Höxter, würdigte die enorme Ehrenamtliche Arbeit der Notfallseelsorger. In seinem Referat berichtete er von den bevorstehenden Aufgaben der Kreisverwaltung, die den Bevölkerungsschutz betreffen. So sei der Auftrag für die Einrichtung der neuen Atemschutzwerkstatt in der Kreis-Feuerwehrzentrale vergeben worden. Die notwendigen Umbaumaßnahmen der Gebäude sollen bereits im März/April dieses Jahres beginnen. Ein weiterer Mitarbeiter für die Atemschutzwerkstatt sei bereits eingestellt und werde Anfang Mai seine Tätigkeit aufnehmen. Ein Schwerpunkt im Bereich der Kreisleitstelle sei die Fortführung der Vernetzung der Leitstellen mit den Kreisen Lippe und Paderborn, die voraussichtlich Ende des Jahres 2018 abgeschlossen sei. Eine enorme Dynamik gebe es im Rettungsdienstwesen, die eine Erhöhung der Vorhaltung von Rettungs-Transport-Wagen (RTW) und Kranken-Transport-Wagen (KTW), sowie die Neueinstellung von Personal und Neubau von Rettungswachen erfordere. Kreisbrandmeister Rudolf Lüke konnte von einer Werbekampagne für die Kinder-Feuerwehr berichten. Eine Kinder-Feuerwehr sei bereits im Kreis Höxter gegründet worden und zwar in Beverungen-Herstelle.

Foto: Josef Föckel (rechts) und Johannes Kunstein (Mitte) übereichten Jürgen Ditter (links) als kleine Aufmerksamkeit für seine langjährigen Berichte bei den Jahresbesprechungen der Ehrenabteilung des KFV-Verbandes ein Foto.

Fotos: Walter Hillen