Geschichte

Vor fast 50 Jahren wurden die ersten Jugendfeuerwehren im Kreis Höxter gegründet. Den Nachwuchs für die aktiven Wehren zu gewährleisten, das war ausschlaggebend für die Gründung. Im Jahre 2000 wurden 42 Jugendliche in die aktive Wehr übernommen, im Jahr 2001 waren es 38 Jugendliche. Dabei muss bedacht werden, dass diese bereits ausgebildet sind und nicht erst eine Grundausbildung durchlaufen müssen, um aktiv eingesetzt werden zu können. Zur damaligen Zeit machten sich bei verschiedenen Feuerwehren im Kreis die Führungskräfte schon Sorgen um den Nachwuchs.

Gründungsdaten der Jugendfeuerwehren im Kreisgebiet:

  • Bad Driburg, September 1969
  • Warburg, Januar 1970
  • Steinheim, September 1971
  • Bad Driburg-Neuenheerse, April 1972
  • Scherfede, März 1973
  • Höxter Juni 1974
  • Nieheim, April 1978
  • Brakel, Dezember 1979
  • Willebadessen-Ikenhausen-Engar, Januar 1980
  • Beverungen-Herstelle, Februar 1980
  • Willebadessen-Borlinghausen, April 1980
  • Borgentreich, Mai 1980
  • Beverungen-Dalhausen, Juli 1980
  • Willebadessen-Peckelsheim, Januar 1984
  • Marienmünster, März 1984
  • Beverungen, 1984
  • Willebadessen, März 1992
  • Borgentreich-Natzungen, März 1993
  • Steinheim-Sandebeck, Januar 1997

Die Ausbildung der Jugendfeuerwehren besteht zu zwei Drittel aus feuerwehrtechnischer Ausbildung und zu einem Drittel aus allgemeiner Jugendarbeit. Ziel der Ausbildung ist es, sie zu verantwortungsbewussten Feuerwehrmänner und -frauen zu erziehen, das Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein der Jugendlichen für den Kameraden zu fördern, das bei dem späteren aktiven Dienst in der Feuerwehr selbstverständlich sein muss. Dadurch werden die Jugendlichen auch in ihrer Persönlichkeitsbildung zur gesellschaftlichen Mitverantwortung herangezogen, wie es bei den Feuerwehren selbstverständlich sein muss, „Einer für alle, alle für Einen“.

Bei Umfragen in den Feuerwehren wurde auch die Kameradschaft untereinander an die 1. Stelle gesetzt. Es ist einer der wichtigsten Gründe für die Jugendlichen in die Jugendfeuerwehren einzutreten, neben dem, Helfen können, wenn der „Nächste“ in Not ist. Erst an zweiter Stelle steht das Interesse an den technischen Gerätschaften. So wird auch in der Ausbildung, bei den Übungsabenden, Zeltlagern und anderen Aktivitäten in den Jugendfeuerwehren wert auf die Kameradschaft untereinander gelegt. Ein großer Beweis dieser Kameradschaft ist das Erreichen der Leistungsspange für Jugendfeuerwehren im Land NRW. Hier können immer nur bestimmte Jahrgänge das Leistungsabzeichen erringen, aber es muss die gesamte Gruppe an den Wettkämpfen teilnehmen, damit, unter Umständen nur Einer, die Leistungsspange erringen kann.

Die Kameradschaft geht sogar so weit, dass Jugendliche aus Jugendfeuerwehren anderer Städte aushelfen, um die Gruppe zu vervollständigen. Einen wichtigen Status nehmen hierbei natürlich die Jugendwarte ein, die ihren Dienst in der Jugendfeuerwehr zusätzlich zu ihrem Dienst in der aktiven Wehr versehen. Sie sind das „Vorbild“ der Jugendlichen.

Das Eintrittsalter in die Jugendfeuerwehr ist auf 10 Jahre gesenkt worden, die Übernahme in die aktive Wehr, und damit der Austritt aus der Jugendfeuerwehr, ist das 18. Lebensjahr. Wer mit Kindern zu tun hat, weiß wie unterschiedlich die Interessen der Kinder in diesem Alter sind. Die müssen von den Jugendwarten aber auf einen Nenner gebracht, d.h. bei den Übungsabenden berücksichtigt werden, um den Übungsabend immer wieder aufs Neue interessant zu gestalten. Ein wichtiger Punkt ist dabei deshalb die Jugendarbeit, die nicht im Zusammenhang mit der Feuerwehrtechnischen Ausbildung steht, wie der Sport innerhalb der Übungsabende, die sozialen Dienste die einige Jugendfeuerwehren innerhalb der Städte übernommen haben oder auch die Zeltlager, die von den Jugendfeuerwehren selbst durchgeführt werden, oder das mehrtägige Zeltlager der Jugendfeuerwehren des gesamten Kreises Höxter, das alle zwei Jahre durchgeführt wird und an dem über 200 Jungen und Mädchen teilnehmen.

Die Leitung der Jugendfeuerwehren liegt bei dem Kreis-Jugendfeuerwehrwart Heinrich Mantel aus Warburg, der das Amt 2003 von Peter Doll aus Nieheim übernahm, seinen Stellvertretern Bruno Horstmann aus Willebadessen-Borlinghausen und Matthias Potthoff aus Höxter-Stahle.