So teuer wie eine gute Eigentumswohnung

Kreis Höxter. „Das neue Einsatzfahrzeug ist so teuer wie eine gute Eigentumswohnung“, sagte Landrat Friedhelm Spieker bei der offiziellen Übergabe und Einweihung eines neues Katastrophenschutzfahrzeuges LF20-KatS an die Feuerwehr Höxter. Die Freiwillige Feuerwehr Höxter hat von allen Wehren in ganz Ostwestfalen das neue Löschgruppenfahrzeug, kurz: LF20-KatS genannt, als erstes übergeben bekommen. Es sollen noch weitere dieser Modelle ausgeliefert werden, erklärt Brandoberamtsrat Ulrich Waschkowski von der Bezirksregierung Detmold. „Der Kreis Höxter hat vier dieser baugleichen Löschgruppenfahrzeuge beantragt. Weil der Katastrophenschutzzug in Höxter personell jedoch am stärksten aufgestellt ist, habe man sich dafür entschieden, das erste LF20-KatS in Höxter zu stationieren“, berichtet Kreisbrandmeister Rudolf Lüke während der offiziellen Einweihung des neues Katastrophenschutzfahrzeuges. Das neue Einsatzfahrzeug hat der Bund insbesondere für überörtliche Hochwasser-, Waldbrand- und Gefahrguteinsätze bereitgestellt. „Die Gesamtkosten von 230.000 Euro trägt alleine der Bund“, ergänzte Landrat Friedhelm Spieker. „Auch wenn das Löschgruppenfahrzeug bestimmungsgemäß für den landesweiten überörtlichen Einsatz vorgesehen sei, so kann es aber auch für kommunale Einsätze von der Stadt Höxter genutzt werden“, erklärt Kreisbrandmeister Lüke. Den Fahrzeugschlüssel überreichte Brandoberamtsrat Ulrich Waschkowski von der Bezirksregierung Detmold an den Landrat Friedhelm Spieker, der ihn an Kreisbrandmeister Rudolf Lüke weiterreichte. Lüke gab den Schlüssel wiederum an den Leiter der Feuerwehr Höxter Jürgen Schmits und den Höxteraner Zugführer Holger Dittrich vom Katastrophenschutzzug 31 der Bezirksreserve Detmold weiter. Notfallseelsorger und Pfarrer Dieter Maletz segnete den neuen Einsatzwagen. Sein Segen gelte aber nicht dem Fahrzeug selbst, sondern den Feuerwehrleuten, die damit den Einsatzdienst verrichten, sagte Maletz.

Zahlen und Fakten (Quelle: Kreis Höxter)
Das neue Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz (LF-KatS) kostet rund 230.000 Euro, 190.000 Euro für das Fahrzeug und 40.000 Euro für die Ausstattung. Die Kosten trägt der Bund, denn das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat die Beschaffung von Löschfahrzeugen für den Katastrophenschutz durch das Bundesministerium des Innern veranlasst.

Das LF-KatS des Bundes wurde auf einem Mercedes Fahrgestell Atego 1323 von der Firma Ziegler aus Giengen aufgebaut. Ausgestattet ist das Fahrzeug mit einer eingebauten Fahrzeugpumpe mit einer Förderleistung von 2.000 Litern/Minute, einem Wassertank mit 1.000 Litern Inhalt. Es kann beispielsweise auch eine Löschwasserförderung über lange Wegstrecken sicherstellen. Hierfür sind unter anderem eine Tragkraftspritze mit einer Förderleistung von über 1.500 Litern/Minute und 600 Meter B-Schläuche, die auch schon teilweise während der Fahrt verlegt werden können, vorgesehen. Weiterhin ist das Fahrzeug mit einem Lichtmast und einer Umfeldbeleuchtung, einem Stromerzeuger sowie Atemschutzgeräten ausgestattet. Das Fahrzeug verfügt sowohl über ein analoges als auch ein digitales Fahrzeugfunkgerät und digitale Handfunkgeräte.

Foto von links: Ulrich Waschkowski, Landrat Friedhelm Spieker, Leiter der Feuerwehr Jürgen Schmits, Kreisbrandmeister Rudolf Lüke, Zugführer Holger Dittrich (vorne), Florian Mantel, stellv. Kreisbrandmeister Johannes Benning, Fachbereichsleiter Matthias Kämpfer (Kreis), Stefan Fellmann (Stadt), Sachgebietsleiterin Inge Ortjohann, Pfarrer Dieter Maletz, stellv. Bürgermeister Günther Ludwig, Sachgebietsleiter Jürgen Ditter (Kreis), Matthias Potthoff (Kreis), Christoph Tegethoff und Steven Noble (Löschzugführung) im Hintergrund

Fotos: Thomas Kube

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