Stromstöße können Leben retten – Postkartenaktion des Kreises zur Meldung von automatischen externen Defibrillatoren

Die Rettungsleitstelle des Kreises Höxter ruft dazu auf, alle automatischen externen Defibrillatoren (AED) zentral zu melden. In vielen Rathäusern, Banken, Einkaufszentren, Sportstätten und Betrieben gibt es diese automatischen Lebensretter, die auch von Laien einfach zu bedienen sind.

Plötzlicher Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. „Das dafür ursächliche Kammerflimmern des Herzen kann nur durch einen elektrischen Impuls aus einem Defibrillator beendet werden“, erklärt der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Dr. med. Matthias Gernhardt. Dabei zählt jede Minute. Deshalb müssen Ersthelfer sofort handeln.

Mit einer Postkarten-Aktion ruft der Kreis Höxter dazu auf, Standorte von automatischen externen Defibrillatoren (AED) zu melden (von links): Leitstellenleiter Johannes Ritter, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Dr. med. Matthias Gernhardt, Abteilungsleiter Jürgen Ditter, Leitstellenmitarbeiter Andreas Groppe und Fachbereichsleiter Matthias Kämpfer.

Das Gute ist, dass die automatischen externen Defibrillatoren von ungeübten Laien sehr einfach zu bedienen sind. „Ersthelfer müssen aber wissen, dass ein Defibrillator in der Nähe ist“, begründet der Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit des Kreises Höxter, Matthias Kämpfer, den Aufruf des Kreises. Die Rettungsleitstelle des Kreises Höxter erfasst derzeit alle AED-Standorte im ganzen Kreisgebiet. Im Notfall kann der Standort den Ersthelfern vor Ort sofort mitgeteilt werden.

„Helfen Sie uns bitte und informieren Sie uns, wenn Ihnen bekannt ist, wo ein Defibrillator angebracht ist“, sagt der Leiter der Leitstelle für Rettungsdienst und Feuerschutz des Kreises Höxter, Johannes Ritter. Egal ob in einer Firma, einem Verein, einer Verwaltung, einer Arztpraxis oder einer sonstigen Institution – die Bevölkerungsschützer beim Kreis nehmen alle AED in ihre Liste auf.

„Beim ersten Anzeichen für einen Herzinfarkt rufen Sie als erstes die Notrufnummer 112 an“, betont Ritter. Während der Rettungswagen unterwegs ist, geben die Leistellenmitarbeiter den Ersthelfern vor Ort bereits wichtige Tipps, wie sie wirksam erste Hilfe leisten können. Je nach Notlage kann die Information, dass ein Defibrillator in der Nähe ist, die Überlebenschancen eines Patienten deutlich erhöhen.

„Wenn mehr als ein Helfer vor Ort und ein Defibrillator ganz in der Nähe ist, dann ist das eine gute Nachricht“, sagt er. Denn dann kann ein Helfer eine Herzdruckmassage durchführen und ein zweiter den nächstgelegenen Defibrillator holen.

Der Kreis Höxter hat eine Postkarten-Aktion gestartet, um die Meldung von Defibrillatoren zu vereinfachen. Gemeldet werden können die Standorte auch per E-Mail an aed@kreis-hoexter.de.

Das Foto zeigt (von links): Leitstellenleiter Johannes Ritter, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Dr. med. Matthias Gernhardt, Abteilungsleiter Jürgen Ditter, Leitstellenmitarbeiter Andreas Groppe und Fachbereichsleiter Matthias Kämpfer.

Foto: Kreis Höxter